09.03.2019
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Drift on Ice

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Tradition hat das Driften in Pfaffenhofen – an der A9 zwischen München und Ingolstadt gelegen – bereits seit 1950: Bis 2014 röhrten hier die Java 4-Takt-Motoren der Speedway-Maschinen mit allen namhaften Fahrern der internationalen Szene.

Drift on Ice: Wiederauferstehung

Drift on Ice: Stephan Bischoff (1) vor Matthias Hanke (51) und Ilja Mademann (373)Im Frühling 2014 war Schluss mit dem Oval. Immerhin konnte der MSC Pfaffenhofen am ersten Januar-Wochenende 2019 zum ersten Mal das Eisspektakel ‚Drift on Ice‘ ausrichten, in engster Zusammenarbeit mit Ronny Weis, Speedwayfahrer und Organisator von ‚MC Eisdrifters Meißen‘. Neben Motorrädern mit internationalen Profis aus sieben Nationen und erstaunlich talentierten Nachwuchsfahrern, alle unter 10 Jahre alt, gingen auch Quads an den Start, und deren Piloten zeigten, welch spektakuläre Drifts auf dem Eis machbar sind. Das Fahrerfeld musste sich nicht verstecken: Neben Ilja Mademann und Alexander Hauswald waren auch Stephan Bischoff und Matthias Hahnke (Deutscher Meister bzw. Vizemeister) als Piloten vertreten.
Drift on Ice: Sieger-Quad mit hunderten Spikes in den ReifenGefahren wurde im Eisstadion allerdings nicht mit langen Spikes, sondern mit kurzen Schrauben, die zu Hunderten in die grobstolligen Reifen gedreht wurden. Die meisten dieser Schrauben finden an den Hinterrädern Ihren Platz, die Vorderräder wurden je nach Fahrergeschmack mit mehr oder weniger Schrauben bestückt. Auf Eis wird sehr hoher Reifendruck gefahren, sonst rutschen die Renner unkontrolliert auf der Piste. Befeuert Drift on Ice: am Podium Matthias Hanke (3. Platz), Stephan Bischoff (Sieger), Alexander Hauswald (2. Platz), Ilja Mademannwerden die 50 bis 60 PS starken Racing Quads von 450-Kubik-Motoren von Suzuki, Yamaha und Kawasaki, doch aufgrund der Kürze der Bahn konnten natürlich keine hohen Spitzengeschwindigkeiten erreicht werden.
Gegen 15 Uhr standen erste Warm Ups und Trainingsfahrten auf dem Plan, ehe es dann ab 18 Uhr an die Fahrerpräsentation und die Rennläufe ging. Mit 1.100 Besuchern war das Eisstadion ausverkauft, und die dokumentierten die Beliebtheit der Quads bereits mit frenetischem Vorschuss-Applaus bei der Fahrerpräsentation. Bei den Einzelrennen ging es anschließend mit vollem Einsatz zur Sache, die Innenbahn war meist etwas vorteilhafter.

Resümee

Eine großartige Resonanz lässt hoffen, dass Drift on Ice auch nächstes Jahr das Pfaffenhofener Eisstadion füllen wird. Landrat Martin Wolf, der sich das Ereignis nicht entgehen ließ, war es ein Anliegen mitzuteilen, dass die ganze Veranstaltung umweltfreundlich über die Bühne gegangen sei, da alle Rennfahrzeuge mit Methanol betrieben wurden und so 100% klimaneutral waren. Der überwältigende Erfolg der Veranstaltung war sicher der größte Lohn für die vielen Ehrenamtlichen von MSC und ESC Pfaffenhofen, die teils ganze Nächte durchgearbeitet hatten, um die Bahn in einem so hervorragendem Zustand präsentieren zu können. Erich Engl

Kontakt: > MSC Pfaffenhofen <

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